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Schalten nach Wind? Wirklich?

Moin.. ich muss mal ne ganz doofe Frage stellen.
Der Sinn des Projektes ist doch, überschüssige Windenergie vergünstigt an den Kunden zu geben, wenn sie eben übrig ist, oder?
Je näher ich mich mit den Schaltzeiten beschäftige, desto mehr stelle ich eine Systematik fest: Die Schaltintervalle sind fast immer sieben Stunden, fast auf die Minute genau. Dann schalten die Dosen für fast exakt eine Stunde ein. Das beobachte ich nun schon seit etwa 1-2 Wochen, unabhängig davon ob es draussen stürmt oder nicht und was die SH Netzampel anzeigt.
Wird hier wirklich nach überschüssigem Strom geschaltet, oder stehen dort andere Mechanismen hinter? Mir jedenfalls wäre neu, dass sich der Wind an 7-h-Intervalle hält..

Viele Grüße!

Kommentare

  • APoAPo
    bearbeitet 24. September

    Moin Nordi,

    ich wollte auch schon die ähnliche Frage stellen, wann es denn so weit ist, tatsächlich die Kopplung zwischen Netz und NEW4.0 zu realisieren.

    Beim Betrachten der Schaltintervalle wird (schon seit Monaten) deutlich, dass sie von einem Script getrieben sind, das gelegentlich variiert wird. Die Schaltzeiten und -dauern sind viel zu regelmäßig,

    Außerdem sehe ich, dass die Schaltdauern, die noch im Mai, Juni, Juli auch mal 2 oder 3 Stunden betrugen, seit der Einführung des 3h-Tarifs bei mir (nur Flex-Tarif) auf 1 bis 1 1/2 Stunden geschrumpft sind.

    Mit "Windstrrom" hat das also nichts zu tun, denn man sieht keinen Unterschied zwischen grüner oder roter Netzampel. (https://www.netzampel.energy)

    Und das ist auch gar nicht schlimm. Das Forschungsprojekt NEW4.0 soll ja herausfinden, welche Lastverschiebungen möglich sind. Und das wäre sicherlich schwieriger, wenn in windstillen Sonnenphasen tagelang gar keine Schaltung stattfände (Kunden genervt, demotiviert, denken der Homee ist defekt), in der Folgewoche dann bei kräftigem Wind eigentlich 24h eingeschaltet sein müsste, weil die Netzampel knallrot ist und der billige Tarif dauerhaft anliegt (Keine Lastverschiebung, sondern normale Versorgung, die für das Projekt viel Geld kostet).

    Mit dieser scriptgetriebenen Methode gewinnt man zumindest einen Eindruck davon, wieviele TeilnehmerInnen tatsächlich auf die Schaltzeiten warten und dann gezielt verbrauchen. Ein variableres Scripting wäre sicherlich schöner gewesen, denn wenn ich sicher weiß, dass erst in neun Stunden wieder geschaltet wird, dann verschiebe ich die Last eben ggf. nicht, sondern stelle den Geschirrspüler sofort an.

    Und lass uns doch mal rechnen: Wenn wir hier 1.000 TeilnehmerInnen haben und alle legen beim Einschalten durchschnittlich eine Last von 2,5 kW an, dann fordern wir 2,5 MW vom Netz an. Das ist die Leistung eines einzelnen, älteren Onshore-Windrads. Bei hunderten abgeschalteten Windräder brächte das zur Netzentlastung also praktisch gar nichts.

    Und trotzdem sind solche Forschungs-Projekte bitter notwendig, denn mit 1.000.000 geschalteten Optionsverbrauchern sähe die Sache schon ganz anders aus.

    Ich hätte es besser gefunden, wenn man von vornherein von einer Simulation gesprochen hätte, denn dann hätte ich nicht (genauso wie du) nach einiger Beobachtung das Gefühl gehabt, verschaukelt zu werden. Ob man aber mit einer "Simulation" anstelle des Schlagworts "überschüssige Windenergie" genau so viele TeilnehmerInnen hätte gewinnen können, bezweifle ich.

    Das Projekt ist großartig und sinnvoll, das Team dahinter ist super engagiert und ich lebe gut mit der Erkenntnis, dass mein Windstrom nur virtuell ist.

    Beste Grüße
  • Aber das wurde nie verheimlicht, geschweige denn das gesagt wurde es ist eine echte Kopplung gegeben.
    Von Anfang an war die Aussage es ist ein Forschungsprojekt um heraus zu finden ob es zu einer Lastverschiebung bei Privathaushalten kommt, wenn bestimmte Rahmenbedingungen geschaffen werden. Diese Bedingungen möchte man herausfinden und da ist der Preis sicherlich nur ein Faktor.
    Auf einer der Veranstaltungen wurde meiner Erinnerung nach auch erwähnt, dass die notwendigen Mechanismen für eine echte Verknüpfung bei den Betreibern der Windräder noch nicht vorhanden seien.

  • Danke für den Hinweis, Norbert. Ich bin ja erst spät in das Projekt eingestiegen und habe noch an keinem Infoabend teilhgenommen.
    Die Koppelung zum Netz ist sicher nicht trivial und brächte ja auch keinen wirklichen Entlastungseffekt.
    Trotzdem würde ich mir wünschen, dass die Schaltzeiten etwas näher an der Realität und nicht wie ein Uhrwerk vorhersagbar wären.

    Beste Grüße
  • ändert sich nächste Woche 
  • Klingt gut, aber was heißt das genau?
  • Hallo, 

    es ist etwas mehr zu erklären als ein Satz. Wir hatten die Wahl zwischen mehreren Varianten. 
    2 waren seit Längerem im Rennen. 

    1. Man nimmt sich auf der Netzampel ein Dorf. Das ist quasi der Impuls zum Schalten (rot an ; grün aus) Beim Untersuchen der Gemeinden, haben wir festgestellt, dass es keine Gemeinde gibt, die zuverlässig schaltet, so dass Kunden "bei der Stange bleiben".

    2. Wir nehmen uns das gesamte Netzgebiet und schauen uns alle Gemeinden an. Dann bilden wir Schwellwerte. Zudem können wir Max und Min werte einstellen. 

    Bei beiden Varianten können wir nach bei unseren 4 Umspannwerten 8 + 1x "nicht zugeordnet" schalten, das beinhaltet externe Tester, diese können zwar mitmachen, werden aber nicht rabattiert). Da wir sonst alle Verbraucher zur gleichen Zeit anschalten würden, was unserem Netz schaden könnten (in Zukunft) 


    Zudem schauen wir aber auch auf unser Netz. Wie stark ist das gerade ausgelastet. 
    Also, nicht immer nur aus dem Fenster schauen und den Sturm vor unserer Türe beobachten. Es ist komplexer. 




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